In heilsamer Umgebung Atem holen, von warmen Händen sanft gehalten,
achtsam berührt, guter Druck macht mich lebendig, herrliches Strömen.
Licht, Wärme und Leben - ich bin versöhnt, ich bin.


 

die behandlung:

Shiatsu wird traditionellerweise am Boden auf einem großen Futon (dicke Baumwollmatte) ausgeübt. Grundsätzlich wird der ganze Körper behandelt, mitunter wird aber auch schwerpunktmäßig gearbeitet. 

Der Klient trägt leichte Kleidung, die ihm größtmögliche Bewegungsfreiheit bietet und ihn vor dem Auskühlen bewahrt. Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. 

Vor der ersten Behandlung wird ein Anamnesegespräch geführt, um die Symptome zu klären und die ihnen zugrundeliegenden energetischen Disharmoniemuster herauszufinden. 

Diagnostische Mittel im Shiatsu sind eine Betrachtung des allgemeinen Ausdrucks (Haltung, Stimme, Vitalität...), es können die verschiedenen Gesichtszonen, der Zustand des Rückens oder die Zunge zur Diagnose herangezogen werden. Seltener wird die Pulsdiagnose der Traditionellen Chinesischen Medizin im Shiatsu angewendet. Besonders wichtig für die Shiatsu-Behandlung ist die sogenannte "Hara-Diagnose", bei welcher über Reflexzonen am Bauch Informationen über energetische Muster in den Meridianen oder Organen gesammelt werden.

 

 

Szene einer Behandlung

Lockerung des Schultergelenks

Ziel der Behandlung ist es, den freien Fluss der Energie ( Qi ) im Körper wiederherzustellen, der die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden bildet.

Nach einer Shiatsu-Behandlung fühlt man sich leichter, ausgeglichener und mit seinem Körper versöhnt. Vielfach wird der Schlaf tiefer und erholsamer. Symptome wie Steifheit, Kopfschmerzen, Mattigkeit oder Rückenschmerzen verschwinden, während sich Klarheit und Spontaneität des Denkens verbessern.

 

Dehnung der Flanken

Dehntechnik an der Wirbelsäule

 

 

shiatsu-techniken

Das Repertoire im Shiatsu beinhaltet meist ebenso sehr sanfte Anwendungen, wie Handauflegen oder Streichtechniken, und verschiedene Drucktechniken, z.B. das energiesammelnde Tonisieren durch stetigen, eher tiefen Druck oder das Zerstreuen pathologischen Qi's durch dynamischen, eher oberflächlichen Druck. Ebenso kann gedehnt, geklopft oder massiert werden. 

Durch Rotationen und Dehnungen wird der Körper insgesamt bewegt und die Mobilität gefördert. Strukturelle Techniken wie Gelenkskorrekturen oder die Arbeit an Wirbelfehlstellungen lindern oft Schmerz unmittelbar und helfen die funktionale Symmetrie im Körper wieder herzustellen. Spezielle Techniken für die Faszien, die als zusammenhängendes fasziales Netz den Körper durchziehen (Faszien: bindegewebige Hüllen um Muskel und Organe und auch Aufhängung der Organe), können Organfunktionen und Beweglichkeit verbessern.

 

 


 

©   Kristina Hafner 2002