H A K O M I – erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie

 

„hakomi“ ist ein Wort aus der Sprache der Hopi, einer indigenen Gruppe Nordamerikas, und kann übersetzt werden mit: „wer bist du?“ oder auch: „wie stehst Du in Beziehung zu diesen verschiedenen Welten?“ Es ist aber nur der Name der Methode, der auf diesen Ursprung zurück geht.

Ron Kurtz, ein amerikanischer Psychotherapeut begründete die Hakomi-Therapie.

 

Was ist Hakomi? 

Selbstverständlich gibt es die offizielle Definition - dazu aber weiter unten. 

Zunächst möchte ich Dich auf eine kleine Reise mitnehmen; Dir eine andere Möglichkeit bieten, den Duft von Hakomi in die Nase zu bekommen, zu schmecken. Vielleicht gefällt dir, was du hier liest, vielleicht fühlst Du Dich angesprochen. 

...und damit sind wir auch schon mitten drin, mitten im Herzen von Hakomi. Hier geht es um Dich, Du bist im Zentrum. Hier geht es darum, wie Du Deine Welt erlebst, wie Du Sehnsüchte und Wünsche, Konflikte und Schwierigkeiten lebst; 

Im Hakomi-Prozess begibst Du Dich auf eine Reise zu Dir selbst. Durch achtsames Erforschen, wie Du funktionierst, wie Du Dich in Deiner Welt organisierst – Vorgänge, die normalerweise unbewusst und automatisch geschehen – kannst Du etwas über Dich selbst erfahren. Indem Du Dir ansiehst, WIE Du etwas machst, kannst Du auch darüber lernen WARUM Du etwas gerade auf diese, eben deine Art tust. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen Dich geprägt haben. Vielleicht gab es da ja bestimmte Verwundungen, die so schmerzvoll waren, dass gewisse Türen in Dir irgendwann einfach zugegangen sind und nichts mehr durchlassen wollten. Ein intelligenter, besorgter Teil in Dir hat aus allen vorhandenen Möglichkeiten die bestmöglichen Strategien angewandt, Dich zu schützen.

Wir müssen im Leben viele solche Strategien entwickeln, um zu überleben. Diese Strategien basieren auf Grundannahmen, die sich aus Erfahrungen herleiteten. Erfahrungen, die wir mit unserer Umgebung bereits seit dem ersten Erleben gemacht haben. Diese Grundannahmen und Überzeugungen funktionieren wie Brillen, durch die das gesamte Lichtspektrum nur gefiltert durchkommt. Grundüberzeugungen sind unbewusst und lassen uns die Wirklichkeit immer nur auf dieselbe Weise, gewissermaßen eingeschränkt, erleben. Die dazugehörigen Strategien sind die aktiven Anteile unserer Überzeugungen, die die Welt wieder und wieder nach den selben Bauplänen erzeugen. Leider gestalten diese automatisierten Verhaltensweisen unseren Zugang zur Welt auch dann noch, wenn sie in ihrer Form gar nicht mehr zeitgemäß sind. Da sie unbewusst sind, kriegen wir sie selten bis gar nicht mit. Einstein meinte in diesem Zusammenhang einmal: „Wie sollte denn der Fisch das Wasser erkennen können?"

Im Therapieprozess wird Dir zunächst die Möglichkeit geboten, deine Überzeugungen und Strategien bewusst werden zu lassen und wertfrei zu erforschen, dann erhältst Du die Gelegenheit neue und heilsame Erfahrungen zu machen. Darauf aufbauend kannst Du zeitgemäßere Verhaltensweisen entwickeln, Dich in diese Welt hineinzubewegen. Selbstbestimmt, wissender und freier.

Ron Kurtz definiert selbst: Die archaische Bedeutung von HAKOMI® ist:
”Wie stehst du in Beziehung zu diesen vielen Bereichen?”
Das kann man auch so übersetzen:
”Welchen Standpunkt nimmst du gegenüber den einzelnen Aspekten des Lebens ein?”
"Wie stehst du zum Beispiel zum spirituellen Bereich, zum materiellen Bereich, zu den großen Lebensthemen?"
"Wie zum Beispiel stehst du zu Freundschaft und Liebe?"
"Was ist deine Einstellung Gott und den Menschen gegenüber, zu Freiheit und Verantwortlichkeit?"
"Wo stehst du bezüglich all dieser Bereiche?"

Nun, entweder weißt du, wie du dazu stehst, oder du weißt es nicht. Therapie und Selbsterfahrung bedeutet, etwas darüber herauszufinden. Sie dreht sich in erster Linie um Entdeckungen, nämlich um die Frage, wer du bist. Es geht um deine tiefsten emotionalen Einstellungen. Es geht nicht nur darum, wer du glaubst, zu sein. Es geht nicht um etwas, das du nur intellektuell begreifen kannst. Es geht darum, wer du im tiefsten Grunde deines Herzens bist.

Lohnt das nicht? Du bist herzlich eingeladen, Dich auf eine Reise zu begeben, eine Reise zu Dir Selbst. Und bekanntlich beginnt eine Reise von 1000 Meilen mit dem ersten Schritt... 

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Warum körperorientiert?

Der Körper als Ausdruck: zum einen gehen wir davon aus, dass das Mental-Psychische unsere körperliche Form mitgestaltet.

Der Körper als Werkzeug: zum anderen können wir über den Körper mentale Prozesse erforschen. Achtsame Berührung kann ein wichtiges Element in den Sitzungen sein.

Körper und Geist als dynamische Einheit: wir möchten die Spaltung zwischen Körper und Geist aufheben.

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Hakomi - die Grundlagen:

 

Hakomi ist eine körperzentrierte Form der Psychotherapie. Seit den 70ern in den USA vom Team um Ron Kurtz entwickelt, ruht die Arbeit auf drei Pfeilern. Der eine wird von den körperzentrierten Psychotherapien des 20. Jhdts gebildet, wie Gestalt, Bioenergetik und Reichianische Therapie.

Die östlichen Philosophien und Weltanschauungen, hier insbesondere Buddhismus und Taoismus, sind der zweite Pfeiler. Aus dem Buddhismus wurde z.B. die Methode des achtsamen Gewahrseins und das Prinzip der Gewaltlosigkeit übernommen. Sie durchdringen die Arbeit und strukturieren den allgemeinen Prozess und alle Techniken. Der gesamte Geist der Arbeit beruht auf dieser Grundlage.

Den dritten Pfeiler bilden zeitgemäße wissenschaftliche Erkenntnisse, hier v.a. die allgemeine Systemtheorie, deren Erkenntnisse vielfach in die Hakomi-Therapie einbezogen wurden.

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L I N K S : 

Hakomi Institute of Europe

 

Das Hakomi Institute of Europe mit Sitz in Nürnberg organisiert die Hakomi Aus- und Fortbildungen in Europa. Derzeit wird das dreijährige Training in Deutschland und in Österreich angeboten.

Direktor: Halko Weiss, Phd

Hakomi Austria

 

 

Hakomi Österreich, Verein zur Etablierung von Hakomi in Österreich, Interessensvertretung der österreichischen Hakomi -TherapeutInnenen und -Studierenden. 

 

 

 

©   Kristina Hafner 2004