| shiatsu
Definition des Japanischen Gesundheitsministeriums: "Shiatsu ist eine Form der manuellen Behandlung, bei der Daumen, Finger und Handteller, jedoch keine mechanischen Instrumente, benutzt werden, um Druck auf Haut und Gewebe auszuüben. Ziel dieser Behandlung ist es, innere Fehlfunktionen zu korrigieren, um die Gesundheit zu fördern und zu erhalten, und um bestimmte Krankheiten zu behandeln." Wörtlich übersetzt bedeutet Shiatsu Finger- oder Daumendruck. In der Praxis wird eine Vielzahl von Klopf-, Dehnungs- und Massagetechniken angewendet. Druck kann auch mittels der Handballen, der Ellbogen, Knie oder der Füße ausgeübt werden. Die Art der Druckanwendungen erfolgt immer sanft, manchmal intensiv, aber nie gewaltsam. Taoistisches Weltverständnis und die Erkenntnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bilden das theoretische Fundament für die Methode Shiatsu. In den letzten 50 Jahren wurde beständig daran gearbeitet, eine Synthese zwischen westlicher Psychophysiologie und diesen alten Prinzipien herzustellen. Viele Erkenntnisse aus unterschiedlichen Ansätzen der Körperarbeit sind in das heute im Westen praktizierte Shiatsu eingeflossen. Nach einer Shiatsu-Behandlung werden Sie sich leichter und ausgeglichener fühlen. Ihr Schlaf wird tiefer und erholsamer, das Schlafbedürfnis manchmal insgesamt weniger. Symptome wie Steifheit, Kopfschmerzen, Mattigkeit oder Rückenschmerzen verschwinden häufig, während sich Klarheit und Spontaneität des Denkens verbessern können. Auch emotionale Probleme und depressive Verstimmungen lassen sich meist positiv beeinflussen, da Shiatsu hilft, den Geist wieder im Körper zu verankern.
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Die Ursachen von Krankheit liegen zumeist in einer unausgewogenen Lebensweise. Mit Lebensweise ist die Gesamtheit der Denk-, Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten, sowie die persönliche Lebensperspektive gemeint. Shiatsu kann eine wunderbare Hilfe sein, das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen und das Wohlbefinden insgesamt deutlich zu verbessern. Die Resultate werden ungleich länger andauern, wenn auch Bereitschaft besteht, die krankmachenden Faktoren im eigenen Leben zu erkennen und nach Möglichkeit zu eliminieren. |
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Theoretische
Grundlagen
Grundlage von Shiatsu ist die Wahrnehmung des Menschen als Einheit von Körper und Geist, deren Materie aus Energie besteht, von Energie erhalten und durch Energie ihre Funktionen erfüllen kann. Das Konzept dieser Energie wird in China als Qi bezeichnet.
Das Qi zirkuliert im Körper entlang genau definierter Wege, welche Meridiane genannt werden. Entlang der Meridiane befinden sich Punkte, die durch eine Konzentration von elektromagnetischer Energie gebildet werden. An diesen Punkten findet ein beständiger energetischer Austausch zwischen Körperinnerem und Umwelt statt. In der Akupunkturtradition der Traditionellen Chinesischen Medizin sind mehr als 370 solcher "Tsubos" lokalisiert. Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass die Meridiane und Tsubos in einer sehr engen Beziehung zu den Organen und Vitalfunktionen stehen. Treten im Inneren des Körpers Störungen auf, spiegeln sich diese an der Körperoberfläche an den Meridianen und den ihnen zugeordneten Körperbereichen in Form von Schmerzen, Schwellungen, Temperaturunterschieden, Hautverfärbungen, als Taubheitsgefühl oder Bewegungseinschränkungen. Diese Symptome sind wichtige Hinweise des Körpers auf Stagnations- oder andere Ungleichgewichtszustände im Inneren des Körpers. Durch geeignete Manipulationsverfahren, wie sie als Techniken im Shiatsu eingesetzt werden, kann ein Stimulations- oder Regelungseffekt an das betroffene Organ rückgekoppelt werden. Das Ziel der Behandlung ist eine Reorganisierung des gesamten Energiefeldes des Körpers und die Wiederherstellung eines physiologischen Gleichgewichts. Dies führt zum Abklingen des Schmerzzustandes oder der Funktionsstörung und ihrer Symptome, unser Körper hat die Macht und Fähigkeit, sich selbst zu heilen.
Das Modell der fünf Wandlungsphasen ist ein Versuch, alle Phänomene unter fünf grundsätzlichen Prozessen zusammenzufassen, die durch die Symbole Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser dargestellt werden. Holz symbolisiert Aktivität, die in Wachstum begriffen ist (z.B. Frühling). Feuer bezeichnet einen maximalen Aktivitätszustand am Wendepunkt (Sommer), d.h. die Aktivität ist fast schon wieder im Begriff, abzunehmen. Metall steht für die Aktivitäten, die sich vermindern (Herbst). Wasser (Winter) repräsentiert Aktivitäten, die den maximalen Ruhezustand erreicht haben. Erde hingegen beschreibt Balance und Neutralität (Reife- und Erntezeit). In der TCM wird das Modell der Fünf Elemente zur Diagnostik und zur Behandlung verwendet.
Die Yin-Yang Theorie beruht auf dem philosophischen Konzept von zwei polaren Gegensätzen: Yin und Yang genannt. Sie dienen zur Beschreibung der Beziehungen der Dinge untereinander. Innerhalb dieses Gedankensystems werden alle Dinge als Teile eines Ganzen betrachtet. "Das
Feuer des mächtigen Flusses Yang brennt nach oben und nach aussen |
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© Kristina Hafner 2002